Die Podiumsdiskussion «Hitze» der GLP March vom 23. September 2026 in Lachen hat eine Frage in den Mittelpunkt gerückt, die viele Menschen ganz unmittelbar betrifft: Wie schützen wir uns und besonders verletzliche Personen besser vor zunehmender Hitze? Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern aus der March zeigen ein vielfältiges Bild. Während manche die Wärme geniessen, leiden andere unter schlaflosen Nächten, überhitzten Wohnungen und eingeschränkter Bewegungsfreiheit.
«Wenn die Nächte sich nicht abkühlen, wird der Schlaf unruhig – und der Hitze kann man kaum ausweichen», berichtet Hans-Ruedi Müller aus Schübelbach. Auch Elisabeth Kistler-Ruoss schildert, dass sie sich an heissen Tagen häufiger ausruhen muss und teils stundenlang wach liegt. Die Erfahrungen machen deutlich: Hitze ist nicht für alle gleich belastend. Alter, Gesundheit und Wohnsituation spielen eine wichtige Rolle.
Besonders deutlich wird das in schlecht vor Hitze geschützten Wohnungen. Silvia Schnyder beschreibt ihre Dachwohnung als tagsüber und nachts sehr heiss. Sie mied deshalb gewohnte Aktivitäten und erledigte Einkäufe nur noch, wenn nötig. Zugleich berichten Bewohnerinnen aus dem Alterszentrum, dass Hitze für manche Mitbewohnende eine grosse Belastung ist – auch wenn sie selbst Wärme mögen.
Was Gemeinden und Eigentümerschaften tun können
Aus den Gesprächen ergibt sich ein klarer Auftrag: Hitzeschutz muss sowohl kurzfristige Hilfe als auch langfristige Anpassungen umfassen. Dazu gehören verlässlicher Zugang zu Trinkwasser, Möglichkeiten zum Duschen und Ausruhen sowie Informationen, wie man sich an besonders heissen Tagen schützt. Auf längere Sicht braucht es mehr Bäume, Grünflächen und Schattenplätze in den Dörfern und im öffentlichen Raum.
Hans-Ruedi Müller fordert, Grünräume beim Bauen besser mitzudenken und bestehende Bäume zu erhalten. Auch Elisabeth Kistler-Ruoss hebt hervor, wie wichtig Bäume für Schatten und frische Luft sind. Silvia Schnyder wünscht sich mehr Grünzonen und Schattenplätze. Die GLP March SZ nimmt diese Anliegen ernst: Eine klimaangepasste Siedlungsentwicklung soll Grünräume sichern und neue schaffen – bei Neubauten ebenso wie bei der Gestaltung bestehender Quartiere.
Auch die Gebäude selbst verdienen Aufmerksamkeit. Gute Beschattung, geeignete Isolation und durchdachte Lüftungsmöglichkeiten können dazu beitragen, dass Wohnräume sich weniger stark aufheizen. Gerade ältere Gebäude und Dachwohnungen stellen dabei eine besondere Herausforderung dar.
Zuhören und handeln
Die Rückmeldungen reichen von konkreten Vorschlägen bis zu Skepsis, ob einzelne Massnahmen angesichts globaler Veränderungen überhaupt etwas bewirken können. Für die GLP March SZ ist beides wichtig: Die Sorgen ernst nehmen und zugleich dort handeln, wo Gemeinden, Eigentümerschaften und Bevölkerung Einfluss haben. Hans-Ruedi Müller bringt eine verbreitete Ungeduld auf den Punkt: Es brauche weniger Aufschieben und mehr Umsetzung.
Die Podiumsdiskussion und die persönlichen Gespräche zeigen: Hitzeschutz ist keine abstrakte Zukunftsfrage. Er betrifft den Alltag – den Schlaf, den Weg zum Einkauf, die Gartenarbeit und die Möglichkeit, sich draussen aufzuhalten. Die GLP March SZ setzt sich dafür ein, dass die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Schritte für eine kühlere, grünere und lebenswertere March einfliessen.