Insgesamt erachten es die Mitglieder als nicht zielführend, die bewaffnete Neutralität so strikt in der
Verfassung zu verankern. Sie soll ein aussenpolitisches Instrument sein und deshalb flexibel bleiben.
Flexibilität erachten die GLPler als zunehmend wichtig in einer Welt, in der wir gerade was Verteidigung
betrifft, vermehrt auch auf Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn angewiesen sind. Auch wolle man
nicht auf wirtschaftliche und andere Sanktionen anderen (kriegsführenden) Staaten gegenüber
verzichten, weil es ein wichtiges Zeichen und Instrument der Diplomatie gleichzeitig ist. Zudem heisse
Neutralität nicht, keine Meinung zu Konflikten zu haben. Die Mitglieder erteilen der Vorlage, die zu starr und unflexibel ausgelegt sei, eine klare, einstimmige Absage. Die GLP Schweiz bestätigte diese Parolenfassung an ihrer Delegiertenversammlung am 27. Juni in Nottwil (LU).